SCBL-Website

Der Verein

Unser Revier

Törns, Regatten, Bilder ...

Aktuelles

Boote

Startseite Impressum Kontakt Unsere Sponsoren

Sportina 680

Die Sportina 680 auf der Odertalsperre
Kleinkreuzer aus Polen sind schwimmende Wohnwagen, bieten bei 7 m Rumpflänge 6 bis 8 Kojen, sind billig, daher auch nur mangelhaft verarbeitet und segeln schlecht. Diesem Ruf wird die bereits seit 1991 in Deutschland angebotene Sportina 680 nicht gerecht. So wird das Boot denn auch im Herstellerprospekt als Fahrtenyacht mit sportlichem Layout zum Segeln auf Binnenrevieren, aber auch auf küstennahen Gewässern beschrieben.
Das Boot ist tatsächlich keine plumpe Erscheinung. Es wirkt als eher sportlich zu segeln und mit dieser Erwartung sollte man an das Boot herangehen. Unterstrichen wird dieses durch den gedrungen wirkenden Kajütaufbau. Das Boot hat einen flachen Rumpf mit heute schon fast klassisch geneigtem Vordersteven zulasten der Wasserlinienlänge und nutzt dann annähernd die zulässige (genehmigungsfreie) Maximalbreite einer Traileryacht von 2,50 m.
Die Sportina 680 ist die Erste einer ganzen Bootsbaureihe, die seit Anfang der 90er Jahre um eine 600er (zunächst als Sportina 620), eine 730er, 760er und eine 860er erweitert wurde. Aus dieser Serie werden heute nur noch die 600er und die 680er gebaut. Die Sportina 730 (ehemals Jeanneaus Sun Odyssey 24.2) wurde zwischenzeitlich durch die Sportina 25 abgelöst. Die größeren Boote sind durch Yachten unter dem neuen Werftnamen Delphia ersetzt oder ergänzt worden und bilden heute eine Bootsbaureihe bis zur 47 Fuß zählenden Delphia mit 3 oder 5 Kabinen.
Die Sportina 680 wird wie ihre Schwestern in der 1990 unter dem Namen Sportlake c. c. gegründeten Werft in Olecko (Polen) nicht weit östlich der Masurischen Seenplatte gebaut. Im Jahr 2003 wurde die Werft zu Delphia Yachts Kot umfirmiert und zählt heute mit über 350 Beschäftigten und einer jährlichen Produktion von über 3000 Schiffen zu den größeren Sportbootwerften in Europa. Neben reinen Segelyachten werden auch zahlreiche Motoryachten gefertigt.
Typ
Die Sportina 680 ist eine flach gehende Segelyacht. Das Boot verfügt hierzu über einen aufholbaren Hubkiel. Auch das Ruder ist wegen des geringen Tiefgangs aufholbar. Der Entwurf stammt von dem Designer Andrzej Skrzat, der zahlreiche weitere Boote gestaltet hat und hierbei oftmals angenehm unkonventionelle Wege abseits de Mainstreams beschreitet.
Bauweise
Der Rumpf und Deck der Sportina 680 bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) und werden im Handauflegeverfahren hergestellt. Ausgesteift wird der Rumpf durch Längsspannten, die an den konstruktiven Unterteilungen (vorgegebenen durch die Einrichtungen) durch Schotte- oder Rahmenspannten abgefangen werden. Während der Rumpf aus massivem GFK gefertigt ist, besteht das Deck als Sandwich aus 8 bis 16 mm GFK. Die Verbindung zwischen Rumpf und Deck ist laminiert und geschraubt. Innenschale und Schotten sind einlaminiert. Entsprechend solide zeigt sich das Finish nicht nur von außen.
Ballast
Die Sportina wird serienmäßig mit einem Gusskiel geliefert. Dieser hat ein Gewicht von 280 kg und ist mit Polyesterlaminat gegen Korrosion geschützt. Gegen Aufpreis ist ein Edelstahl-Kiel erhältlich, der eine Bleifüllung erhält, die flüssig eingebracht wird und den Schwerpunkt weiter nach unten bringt. Durch eine mehrfache Übersetzung lässt sich der Kiel mit vergleichsweise geringer Kraft aufholen, bis er komplett im Rumpf verschwindet.
Stabilität
Bei ganz gefiertem Kiel verfügt die Yacht nach Herstellerangaben über eine Kielbooten vergleichbare Stabilität. Im kritischen Ballastfall bei komplett aufgeholtem Kiel besitzt das Boot noch bei 90 Grad Krängung einen aufrichtenden Hebelarm. Im Yacht-Test im Heft 2/1999 wurde für die Sportina 680 eine aufrichtende Kraft von 24 daN ermittelt. Gemessen wird hierbei die aufrichtende Kraft am Masttopp (mit einer Federwaage) bei 90 Grad, gesetzten Segeln und zwei Mann auf der Kante. Ab 20 daN (kp) gilt ein Boot nach der Yacht-Definition als kentersicher. Der Tiefgang des Bootes geht auf weniger als 30 cm, wenn der Hubkiel ganz aufgeholt ist. Hierbei nimmt dann folglich die Kursstabilität ab und das Boot krängt bei Gewichtsverlagerung der Crew stark. Mit dem optionalen Niro-Kiel mit tiefem Bleiballast kann allerdings trotz des wenigen Tiefgangs bereits relativ stabil gesegelt werden, und bei Vorwindkursen werden höhere Geschwindigkeiten durch das verringerte Unterwasserschiff erreicht. Bei aufgeholtem Kiel ist auch Trockenfallen möglich.
Ruder
Das Ruder ist am Spiegel in zwei Lagern geführt und wird mittels Ruderpinne bedient. Das Ruderblatt ist aus GFK gefertigt und profiliert. Die Ruderbacken sind aus anodisiertem Aluminium hergestellt. Die Ruderpinne besteht aus Niro-Rohr und nimmt Klemmen für Ruderfall und Niederholer auf. Erhält das Ruder Grundberührung, löst der Niederholer automatisch und das Ruder klappt achteraus nach oben. Beim Segeln zeigt sich das Ruder als sehr gut ausbalanciert, es sind meistens nur geringe Korrekturen für den Geradeauslauf erforderlich. Das kleine Boot lebt in jedem Fall vom Gewichtstrimm. Bei schwachem Wind und glatter See sollte das Boot durch die Crew etwas gekrängt werden. Bei zunehmenden Wind und kleiner Mannschaft legt es sich schnell auf die Seite. Zu heftige Böen quittiert das Boot vor der zu befürchtenden Kenterung mit einem Schuss in den Wind. Mit der Genua springt das Boot bei wenig Wind sehr schnell an und erreicht ab etwas mehr als 3 Windstärken bereits die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 6 Knoten. Raumschots haben wir bei frischem Wind oftmals erstaunliche darüber liegende Werte erreichen können. Ab Windstärke 4 muss der Sportina-Skipper mit kleiner Crew bereits so langsam über das Reffen nachdenken. Bei Windstärken über 6 Beaufort hinaus wünscht man sich dann so langsam eine dritte jedoch bei uns bislang noch nicht vorhandene Reffreihe. Für schweres Wetter ist das Boot nicht entworfen. Interessant ist die Vorstellung des Segelns mit einem gegen Aufpreis erhältlichen ein Meter längeren Mast.
Rigg
Das Boot besitzt ein 7/8 Rigg mit einem 9,25 m langen Mast und einem 3 m langen Baum. Der Alu-Mast hat ein Salingspaar und ein Achterstag. Eine optionale Mastlegevorrichtung erleichtert das Auf- und Abriggen oder die Passage von Brücken etc. Diese ist für das Segelwandern auf Binnenrevieren auch zu empfehlen, da das Mastlegen und -stellen bei Wind auf dem Wasser eine sehr wackelige Angelegenheit werden kann. Mit der Vorrichtung kann der Mast von einer Person durch Anschlagen eines Flaschenzugs im Vorstag und durch Einsetzen eines Jütbaums bequem und ohne hohem Krafteinsatz bedient werden. Die Oberwanten des Masts sind an erhöhten Püttingen befestigt, sodass deren Anschlagpunkte auf Höhe des Drehpunkts am Mastfuß liegen. So wird ein seitliches Ausweichen des Masts sicher verhindert. Leider ist dieses Equipment nicht Serie und muss extra bestellt werden.
Laufendes und stehendes Gut, Segel
Anordnung und Qualität der Beschläge lassen kaum Wünsche offen. Es wird überwiegend das Fabrikat Harken verbaut. Durch Anbringung zweier zusätzlicher Winschen für die Fockschoten links und rechts des Niedergangs ist bei der etwa ab 1998 überarbeiteten Sportina der bei früheren Ausgaben kritisierte versperrte Niedergang entfallen. Daneben sind zwei Spi-Winschen auf dem Cockpitsüll angebracht, die auch zur Bedienung der getrennt geführten Genua-Schoten vorgesehen sind. Fock oder Genua des Bootes lassen sich optimal einstellen. Für die Umlenkblöcke der Schoten sind separate gut platzierte Schienen installiert.
Ärgerlicher ist das Setzen und Bergen des Original-Groß. Das Vorliek läuft auch bei literweisem Einsatz von Marinespray schlecht in der Mastspur. Hier schafften erst vom Segelmacher im Vorliek eingenähte Mastrutscher den Komfort der schnellen Bedienung, die beim Segeln ohne zusätzlichen Motor auf der Talsperre auch ein Sicherheitsfaktor ist. Auch das Reffleinensystem ist erst nach einigen Modifikationen gut einsetzbar. Das Groß des 7/8Riggs lässt sich über einen Baumniederholer und Achterstagspanner schnell den Gegebenheiten anpassen.
Auf dem Deck
Auf dem Vordeck ist im Bug ein geräumiger Ankerkasten eingelassen, in dem neben dem Grundeisen auch nicht völlig wasserscheue Reiseutensilien Platz finden können. Der Ankerkasten ist gegenüber dem Boot wasserdicht ausgeführt. Er lenzt direkt durch eine Öffnung nach außenbords. Die schmalen Laufdecks sind für ein Boot dieser Größe ausreichend, sodass man sich gut bewegen kann. Auf dem Deck fehlen Handläufe, an denen man sich festhalten kann. Hierfür stehen nur die hierzu nicht ausreichenden Relingdrähte zur Verfügung, soweit man diese zur Vermeidung des Verfangens der Vorsegel nicht abgebaut hat...
Nach Achtern gehen die Laufdecks in schmale Süllborde über, auf denen man mit bis zu 3 Personen auf der hohen Kante sitzen kann. Das Cockpit der Sportina ist für die Bootsgröße ausreichend groß und bei Kränkung kann man sich gut auf den hierfür ausgeformten Sitzflächen abstützen. Ab Niveau der beiden Sitzbänke ist das Cockpit nach hinten offen. Die Plicht ist selbstlenzend ausgeführt. Alle Fallen und Strecker werden vom Cockpit aus bedient.
Unter Deck
Die Yacht verfügt unter Deck über zwei wasserdichte Abteilungen. Der Kajüte und der Backskistenstauraum achtern. Der Zugang zur Kajüte wird über ein vergleichsweise kleines Schiebeluk aus Plexi erreicht. Dieses verschwindet im Deck. Das ungeteilte Steckschott, das ca. über 2/3 der Höhe am Niedergang reicht, findet in einer Halterung über der Mittschiffskoje an Backbord beim Segeln seinen festen Platz.
Die Kajüte der Sportina wird durch den mächtigen mit Stoff gepolsterten Hubkielkasten in Mitte der Kajüte dominiert. Auf der Backbordseite schließt sich hieran eine kleine Minipantry mit Spüle und spiritusbefeuerten kleinen Kocher an, die von der Mittschiffskoje an Backbord bedient werden kann. Die Wasserversorgung der Spüle erfolgt aus einem Wasserkanister in der Backskiste, unter der Pantry ist ein Schränkchen für Kochgeschirr. Helle Stoffpolster an den Bordwänden und helle Eichenfurniere schaffen einen wohnlichen Eindruck.
Die beiden Mittschiffskojen umrahmen einen kleinen am Kielkasten anmontierten Klapptisch, der auch als Kartentisch genutzt werden kann, und bilden somit den Salon. Leider fehlen dem formschönen Tischchen zur Doppelnutzung als Kartentisch etwa genau 2-3 mm, sodass das übliche Sportboot-Kartenmaterial anderweitig gesichert werden muss. Unter dem Tisch lässt sich gut ein kleiner Feuerlöscher für den Fall der Fälle montieren. Ein weiterer findet in einer der Backskisten Platz, sodass man im Notfall auch von außen eingreifen kann. Auf den Kojen kann man bequem sitzen, Stehhöhe wird bei ca. 1,45 m allerdings bei Weitem nicht erreicht. Zur Abhilfe dieses Mankos empfiehlt sich für den Törn die Anbringung einer Sprayhood über den Niedergang.
Das Vorschiff wird durch Pantry und Kielkasten vom Salon etwas abgetrennt. Zwei nicht zu große Erwachsene können hier gut nächtigen. Ein als Notausstieg fungierendes Fenster im Deck verschafft einen Blick nach draußen.
Für längere Urlaubstörns empfiehlt es sich allerdings nicht, alle vier Kojen des Bootes zu besetzen. Man sollte mit maximal zwei Erwachsenen und je nach Altersgruppe ein bis zwei Kindern fahren. Für schlechtes Wetter mit längeren Hafenaufenthalten sollte zusätzlich eine optional erhältliche Kuchenbude mitgenommen werden.
Für längere Touren sollten die Originalpolster rückenfreundlich durch zusätzliche Polster und Federelemente (z. B. Calypso) ergänzt werden. Stauräume gibt es unter allen Kojen, in der Vorpiek, unter der Pantry, und in einem geräumigen Schapp neben dem Niedergang, in dem sich Segel und Equipment unterbringen lassen. Daneben befindet sich das Schaltpanel für die elektrische Ausrüstung. Der Niedergang selbst wird aus einem verschiebbaren Schrank gebildet. Dieser übernimmt die Funktionen eines Tritts und die eines Stauraumes und zwingt die Crew zur Entscheidung, ob man darinnen ein Chemie-WC unterbringt oder doch lieber die Ausrüstung. Wir haben auf das Klo mit Zuschauerraum im Cockpit bislang verzichtet. Eine Entscheidung, die einem aber auch ernste Probleme bereiten kann...
Für längere Touren sollten die Originalpolster rückenfreundlich durch zusätzliche Polster und Federelemente (z. B. Calypso) ergänzt werden. Stauräume gibt es unter allen Kojen, in der Vorpiek, unter der Pantry, und in einem geräumigen Schapp neben dem Niedergang, in dem sich Segel und Equipment unterbringen lassen. Daneben befindet sich das Schaltpanel für die elektrische Ausrüstung. Der Niedergang selbst wird aus einem verschiebbaren Schrank gebildet. Dieser übernimmt die Funktionen eines Tritts und die eines Stauraumes und zwingt die Crew zur Entscheidung, ob man darinnen ein Chemie-WC unterbringt oder doch lieber die Ausrüstung. Wir haben auf das Klo mit Zuschauerraum im Cockpit bislang verzichtet. Eine Entscheidung, die einem aber auch ernste Probleme bereiten kann...
Einsatz
Die Sportina 680 ist der Entwurfskategorie C zugeordnet. Diese Kategorie entspricht dem Einsatz in küstennahen Gewässern, womit Fahrten in großen Buchten, Flussmündungen, Seen und Flüssen gemeint sind, bei denen Wetterverhältnisse mit einer Windstärke bis einschließlich 6 Bft und signifikante Wellenhöhen bis einschließlich 2 m auftreten können. Anhand dieser Zuordnung eignet sich das Boot zum Segeln auf Binnen- und küstennahen Gewässern. Nach Herstellerangaben ist die Sportina unsinkbar. Erreicht wird dieses dadurch, dass Hohlräume im Rumpf weitgehend ausgeschäumt sind.
Trailerbarkeit
Wer seine Sportina trailern möchte, muss zunächst den entsprechenden Bootstrailer auswählen. Bei 1.200 kg Gewicht wäre ein 1achs-Trailer mit 1.700 kg zulässigem Gesamtgewicht und einer Zuladung von 1.350 kg gerade noch möglich. Alternativ kann ein 2.000 kg Trailer mit einer Zuladung von 1.580 kg eingesetzt werden. Wir haben uns am Ende zur Ermöglichung weiterer Reisen mit entsprechend viel Ausrüstung für den 2.000 kg Doppelachser entschieden. Dieser wurde zusätzlich mit Führungsstützen und mit Stoßdämpfern versehen. Zu beachten ist, dass man einen ausreichend hohen Windenstand vorsieht, damit der Rumpf nicht zu sehr nach unten gezogen wird.
Der Test auf der Waage zeigte am Ende ein Gesamtgewicht von 1.780 kg. Für den Trailer schätzen wir dabei etwa 450 kg Leergewicht. Somit erreicht das recht gut ausgerüstete Boot jedoch noch ohne Proviant und Reisegepäck und Außenborder schon ein Leergewicht von 1.330 kg anstelle 1.200 kg. Für den längeren Urlaub beladen nähert man sich also sehr nahe dem zulässigen Gesamtgewicht des 2.000 kg Trailers. Damit sollte auch das Zugfahrzeug 2.000 kg Anhängelast ziehen dürfen.
Das Auf- und Abladen des Bootes geht dafür dann relativ einfach. Bei aufgeholten Hubkiel kann das Boot bei 28 cm Tiefgang auch ohne Kran leicht von und auf den Trailer geschoben werden.
Mängel
Schwerwiegende Mängel konnten wir nach jetzt bald 8 Jahren Betrieb auf der Talsperre und diverser Urlaubstörns auf Mecklenburger Seenplatte und Ostsee nicht feststellen. Außerhalb des typischen Verschleißes und der Probleme mit dem Großsegel haben sich einzig die eingeklebten seitlichen Kajütfenster als Ärgernis herausgestellt. Durch UV-Strahlung löst sich die unter dem Kunststoff nicht ausreichend geschützte Dichtmasse. Das erste Fenster musste nach 5 Jahren, das zweite Fenster nach 7 Jahren neu gesetzt werden. Zwischenzeitig wurde die Konstruktion der Fenster jedoch geändert. Bei der Reparatur eine UV-Schutzschicht auftragen!
Änderungen/Varianten
Während der seit 1991 bereits langen Bauzeit hat es neben der bereits angeführten Schotführung einige weitere Überarbeitungen an Deck gegeben. Das Cockpitsüll wurde ab etwa 2000 rundlicher ausgeführt und vor allem weiter nach achtern verlängert.
Die Sportina 680 ist auch unter den Bezeichnungen Pretty 23, Caribu und im niederländischen Raum als Clever 23 bekannt. Eine weitere Schwester ist die Sportina 682. Diese verfügt zulasten der Segeleigenschaften anstelle des Hubkiels über einen Schwenkkiel. Hierdurch entfällt im Innenraum der mächtige Kielkasten zugunsten eines Schwertkastens und es wird eine sehr kleine WC-Kabine an Steuerbord ermöglicht.
Fazit
Die Sportina 680 ist aufgrund ihrer Segeleigenschaften flexibel und vielseitig einsetzbar. Sie macht bei der Regatta ebenso viel Spaß wie beim Familien-Urlaubstörn. Das Boot ist solide verarbeitet und zeigt nach langjährigem Gebrauch keine wesentlichen Schwächen. Mit den zu empfehlenden Features der Mastlegevorrichtung und dem Hubkiel kann man ein entsprechendes Zugfahrzeug vorausgesetzt das Boot sehr leicht allein slippen, auf- und abriggen und fremde Reviere ansteuern. Daneben ist das Händlernetz in Deutschland und Europa sehr gut ausgebaut, sodass man bei Problemen auf den Service des Herstellers zurückgreifen kann.