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Wer gerne segelt und dann auch noch gerne vor sich hin träumt, dem ist bestimmt schon mal die Idee durch den Kopf gegangen einen längeren Schlag hinzulegen und den Atlantik oder sogar den Pazifik mal genauer in Augenschein zu nehmen. So geht es zumindest Ilona und mir...

Und da es wenige so schlimme Dinge gibt, wie unerfüllte Träume, haben wir uns zum Blauwasserseminar auf der Boot 2014 angemeldet, das von Judith und Sönke Roever (1200 Tage Samstag) veranstaltet wird... Einfach so. Ohne Hintergedanken. Nur um sich mal anzuhören, ob "Blauwasser" überhaupt für uns in Frage kommt.

Die Themen waren gut ausgewählt und gaben meines Erachtens nach einen guten Umriss der Lebenswelt eines Blauwasserseglers. Ich denke, die beiden haben die Themen nach ihren eigenen Erfahrungen zusammengestellt und daher sind mit Sicherheit nicht alle Aspekte beleuchtet worden, da die beiden auch noch nicht in jede Situation gekommen sind, die für einen Blauwassersegler denkbar ist. Aber darum geht es auch nicht und ausserdem würde das den Rahmen eines 2-Tage-Seminars sprengen. Uns ging es um die Erzählung aus erster Hand. Am besten ohne Heldengeschichten, selbstreflektiert und interessant vorgetragen. Und genau das haben wir bekommen!

Ein paar der angeschnittenen Themen:
-Die Blauwasseryacht (Rumpf, Rigg, Segel- Tips zu Rigg und Segeln gab es von einem Seldèn Rigger)
-Spezielle Ausrüstung
-Törnplanung
-Bordalltag
-Leben unterwegs
-Kosten des Blauwasserlebens
-Energiemanagement
-Wetter (Etwas werbelastige, aber dennoch interessante Vorträge von "WetterWelt" und Jimmy Cornell höchstpersönlich)
-Kommunikation
-Medizin auf See (Der Herr Doktor hatte durchaus auch Alleinunterhalter-Qualitäten)
-Proviantierung
-Sicherheit (Auch das Zünden einer Rettungsinsel wurde demonstriert, ausserdem durfte man auch mal reinklettern)

Die Seminarzeiten sind recht happig, wenn man nicht viel Sitzfleisch hat. Doch die gelungenen Vorträge lassen die Zeit nicht lang werden und Sönke Roever ist ein Typ, der gut erzählen kann. Von Judith hat man leider etwas wenig gesehen, allerdings kann ihr das niemand übel nehmen, da sie den kleinen Nachwuchs-Roever zu bändigen hatte. Wenn Sie es dann doch auf die Bühne schaffte hatten auch Ihre Beiträge Hand und Fuß und der eine oder andere gute Tipp war bei beiden dabei.

Sehr schöne Ideen sind die "Stammtische" für diejenigen, die schon ihr Abfahrtdatum kennen und sich dort vorab kennen lernen können, sowie das schwarze Brett und der Büchertisch, auf dem die in den Vorträgen erwähnten Bücher von jedem interessierten in Augenschein genommen werden konnten.

Sonntag nach dem Seminar und den ganzen Montag hatten wir dann noch die Möglichkeit uns auf der Boot umzuschauen.

Das ,übrigens sehr gut besuchte, Seminar hat sich für uns auf alle Fälle gelohnt. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, ob Blauwasser denn was für uns ist haben wir mittlerweile für uns selber beantworten können. Daran hat dieses Seminar keinen geringen Anteil gehabt.

Vielen Dank dafür an Sönke und Judith